10 Dinge, auf die Sie sich als SEO-Auftraggeber einstellen sollten

Wir arbeiten mit vielen verschiedenen Kunden hier bei berliner-seo.de. Einige sind eher bereit, in eine SEO Kampagne zu investieren, während einige dazu schwer davon zu überzeugen sind. Es gibt ganz große Unterschiede, wenn Sie die zwei Kundentypen miteinander in Bezug auf die Bereitschaft und die Ergebnisse am Ende einer Kampagne vergleichen. Aus diesem Grund habe ich hier eine Anleitung geschrieben, um Unternehmen darauf einzustellen, auf was sie sich bei einer SEO-Kampagne einlassen.

1. Betrachten Sie den SEO-Dienstleister als Teil Ihrer Marketingabteilung

Wenn Sie vorhaben, eine Agentur beauftragen, Ihre Webseite für Suchmaschinen zu optimieren, dann müssen Sie bereit sein, sie als Teil Ihrer Marketing-Abteilung zu begreifen. Erlauben Sie einen Einblick in Ihre anderen Marketing-Initiativen, damit die SEO-Agentur ihre Maßnahmen mit allen anderen Marktingaktivitäten verbinden und optimieren kann. Wenn das der Fall ist, haben Sie die Möglichkeit, Synergien zu schaffen und noch viel mehr erreichen, als wenn Sie Ihren SEO-Dienstleister alleine vor sich hin arbeiten lassen.

2. Machen Sie sich klar, welche Online-Marketing-Ziele Sie erreichen wollen

Wenn Sie immer noch denken, dass Platz 1 für ein Hauptkeyword ein Online-Marketing-Ziel ist, dann haben Sie SEO noch nicht in Gänze verstanden. Natürlich sind Rankings ein sehr wichtiger Indikator für eine positive Entwicklung, aber letztendlich bringt das alles nichts, wenn Ihr Unternehmen nicht wächst. Dann stehen die Arbeit und die Kosten für eine SEO-Kampagne in keinem Verhältnis.

Legen Sie Ihre Online-Marketing-Ziele fest, bevor Sie Kunde einer SEO-Agentur werden. In den meisten Fällen ist das wichtigste Online-Marketing-Ziel eine Steigerung des Umsatzes. Auch wenn Sie für ein Gewinnspiel, eine Veranstaltung oder Ähnliches werben, also nicht direkt für ein Produkt oder eine Dienstleistung, letztendlich wollen Sie etwas verkaufen.

3. Geben Sie dem SEO-Dienstleister vollen Zugriff auf Ihre Analytics Daten

Sobald Sie echte Ziele festgelegt haben, müssen Sie bereit sein, der SEO-Agentur Zugang zu Ihren Besucherstatistiken zu gewähren. Der Suchmaschinenoptimierer braucht einen täglichen Einblick in die Vorgänge auf Ihrer Website, um eine ordnungsgemäße SEO-Strategie zu entwickeln und ggf. Korrekturen im Verlauf der gesamten Kampagne machen zu können.

Wenn Sie das nicht wollen, fehlen der SEO-Agentur wichtige Informationen, die für das Erreichen der gesteckten Ziele sehr hilfreich sind. Letztendlich muss man als Auftraggeber ein gewisses Vertrauen in den SEO-Dienstleister setzen.

Wenn Sie z.B. Google Analytics verwenden, kann man problemlos einen zweiten Nutzer hinzufügen, der dann unabhängig von Ihnen die Analysen auswerten kann.

4. Legen Sie Ihre Verkaufsdaten offen

Die Freigabe von Verkaufsdaten korrespondiert mit dem vorherigen Thema, der Besucherstatistik. Einige Unternehmen geben nicht gern ihre Verkaufsdaten her. Ich hatte sogar schon Kunden, die zu mir sagten: „Ich will Ihnen nicht sagen, wieviel mehr ich aufgrund Ihrer Bemühungen verdiene.“
Sie müssen nicht zu Ihrem jährlichen Einnahmen Auskünfte erteilen, aber Sie sollten sich darauf einlassen, dem SEO-Dienstleister Daten über Ihre Produkte / Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, was Ihre Margen sind und so weiter.

Ihre SEO-Agentur benötigt gewisse Basisdaten, auch da muss man Vertrauen haben. Also bitte geben Sie die nötigen Informationen frei, um Ihnen helfen, Ihr Geschäft auszubauen.

5. Bereit sein, Ihr Ego beiseite zu legen

Ich, wie wohl jeder SEO da draußen, hatte und habe mit einer Reihe von Kunden zu tun, die entweder schon eine gewisse Ahnung von SEO haben oder über das Thema Google und SEO keinerlei Informationen haben. Nichts kann eine SEO-Kampagne schneller töten, als wenn der Kunde alles für bare Münze nimmt, was er über SEO (auch 5 Jahre altes Material) gelesen und gehört hat und sich auf Diskussionen mit dem SEO-ler einlässt. Die Kriterien für gute Suchmaschinenoptimierung ändern sich ständig, das kann man nicht nebenbei alles erfassen. Auch da ist ein gewisses Vertrauen in die Kenntnisse des Dienstleisters notwendig.

6. Bereit sein, Ihre Webseite zu verändern

Dieser Punkt knüpft an den oberen Punkt an, sein Ego zurückzunehmen. Wenn Sie Ihr Unternehmen für SEO vorbereiten, müssen Sie auch ggf. Änderungen an Ihrer Webseite zulassen. Ihr Suchmaschinenoptimierer führt mehrere Prüfungen einschließlich einer Website Optimierung durch. Die darin enthaltenen Verbesserungsvorschläge sollten Sie sich zu Herzen nehmen, sie sind Mosaiksteine für die perfekte Optimierung.

Ich kann Ihnen nicht sagen wie oft ich gehört habe, „Oh, an unserer Webseite muss gar nichts geändert werden, sie ist perfekt so wie es ist.“ Grundsätzlich gibt es an jeder Webseite, die noch nie von einem Experten optimiert wurde, Dinge, die man zum Positiven verändern kann. Google liebt Natürlichkeit, gerade deshalb wäre es unnatürlich, wenn eine Webseite absolut 100% fehlerfrei wäre. Nicht, dass man nun absichtlich Fehler einbauen sollte, aber manche Elemente auf einer Webseite kann man dann auch auf der Seite lassen, auch wenn sie nicht optimal aus SEO-Sicht sind. Es ist immer eine Abwägung zwischen Optimierung für Suchmaschinen und Optimierung für Besucher. In vielen Bereichen deckt sich das fast vollständig, und dort, wo man sich entscheiden muss, sollte man eher an die Besucher denken. Soll heissen, eher das nehmen, was für den Besucher angenehmer ist, als das, was der Suchmaschine „besser schmeckt“.

7. Zusammenarbeit mit Webdesignern und Hostern

Ein SEO-DIenstleister hat in der Regel mindestens ein Grundwissen über Web-Programmiersprachen, Applikationen und Design. Es ist aber nicht seine Aufgabe, die Seite umzuprogrammieren oder umzugestalten. Deshalb ist in den entsprechenden Fällen ein Kontakt mit dem Webdesigner / Programmierer fast unerlässlich, um eine gute Sichtbarkeit der Seite bei den Suchmaschinen zu gewährleisten.
Dem SEO-Dienstleister muss auch Zugang zu dem Webserver gestattet werden. Es oft notwendig, per FTP Dateien auf den Server zu laden.

8. Ein Firmenblog kostet Zeit oder Geld – oft lohnt es sich

Suchmaschinen lieben frische und qualitativ hochwertige, relevante Inhalte. Noch besser ist eine Kommunikation mit den (potentiellen) Kunden. Dies erreicht man sehr gut mit einem Firmenblog. Da die Inhalte wie gesagt aktuell und regelmäßig erscheinen sollten, damit die Suchmaschinen sie hoch bewerten, ist das mit relativ viel Arbeit verbunden. 2-3 Artiekl pro Woche sollten es schon sein. Man kann damit einen Mitarbeiter beauftragen oder sich außen unterstützen lassen. Auch eine SEO-Agentur kann das durchführen, es ist einfach eine Preisfrage.
Sowohl für Suchmaschinen als auch vor allem für Ihre Kunden kann sich eine firmen-eigene Facebook-Seite sehr positiv auswirken, allerdings gilt auch hier: Es müssen regelmäßig Neuigkeiten veröffentlicht werden über Aktionen, neue Produkte, Geschichten aus dem Betrieb u.ä., sonst bringt es relativ wenig.

9. Der SEO-ler braucht eine E-Mail-Adresse mit Ihrer Firmendomain

Auch, wenn es für manchen Auftraggeber unangenehm sein könnte, Ihr Dienstleister braucht eine E-Mial-Adresse mit Ihrer Domain. Manche Dinge kann man nur mit einer Adresse machen, die auf der Domain der zu optimiernden Seite liegt.

10. Entwickeln Sie ein Gefühl, was Sie selbst tun können

Klar, Sie beauftragen eine SEO-Agentur, damit die ihre Seite für Suchmaschinen optimiert. Es gibt jedoch Gelegenheiten, die Ihr Dienstleister gar nicht mitbekommt, Ihnen selbst aber praktisch vor die Füße fallen.
Beispiel: Stellen Sie sich vor, ie tun einem Ihrer Lieferanten einen größeren Gefallen (es wird mehr Ware als vereinbart geliefert, Sie nehmen auf Bitte des Lieferanten trotzdem alles ab) und bitten ihn im Gegenzug um einen Backlink auf ihre Webseite, den er möglichst prominent auf seine Seite setzt.
Oder Sie fragen einen größeren Kunden, ob man nicht einen Link setzen könne, es könnte auch sein, dass Sie ein Keyword entdecken, was bisher noch nicht berücksichtigt wurde usw.

Fazit: Sie sehen, auch Sie sind gefordert, ohne die Beteiligung des Auftraggebers fehlt ein wichtiger Faktor in der gesamten SEO-Kampagne. Hier ist auch der regelmäßige Kontakt, am besten telefonisch und ab und zu persönlich, zwischen den einzelnen Beteiligten sehr wichtig.